Mentalcoaching Sabine Schröder

Der Übergang scheint sich schneller zu vollziehen als in früheren Jahren, die sich im Archiv der Erinnerungen finden lassen. Der außergewöhnliche Fall, dem in diesem Jahr die spielerische Leichtigkeit fehlt, schien die sonst so kindliche Fröhlichkeit gänzlich ausgespien zu haben.
 
Fast wie zum Hohn zeigt sich Herrlichkeit und Pracht an allen Orten. Kraftvoll erstrahlen noch einmal blühende Landschaften unter der Sonne. Darüber thront azurblauer Himmel, in den Wolken wie große zerpflückte Wattebäusche eingestreut sind. Warme Temperaturen, die der Milde fern sind.
 
Out of the dark
 
Dunkle, dick vernebelte Nächte, kalt und scheinbar endlos als gäbe es kein Morgen mehr, gleiten feucht und lautlos in trübe Tage. Das eherne Gesetz des Ausgleichs garantiert jedem Wesen, dass das Licht zurückkehrt. Lichten sich die tiefen Nebel auf und geben den Himmel frei, eröffnet sich augenblicklich ein Raum der Klarheit. Vergangenheit und Gegenwart liegen in einer Einheit, aufgearbeitet und bereinigt, glasklar im Blick. Aus dieser Einheit gebiert sich die Vision der Zukunft, voller Zuversicht, voll der Hoffnung.
 
In diesen Wochen schleicht sich in viele Herzen die Schwermut. Düstere Gedanken, Bilder und Vorahnungen steigen entweichen den Toren des Hades um in unser Bewusstsein zu steigen. Dem können wir uns bewusst stellen, um endgültig die immer wiederkehrenden Dämonen in die Flucht zu schlagen. Dazu eignen sich besonders die Rauhnächte. Sie beginnen in der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember mit der Thomasnacht, auch als Wintersonnenwende bekannt und enden am 6. Januar, dem Tag der Heiligen drei Könige. Die 12 heiligen Nächte beginnen in der Nacht vom 24. Dezember auf den 25. Dezember. In dieser Zeit können wir nicht. nur unsere Dämonen loswerden, sondern auch Wünscheformulieren und absenden. Dabei steht die Liebe nach dem ersten zarten Flügelschlag im Frühling, der heißen Phase im Sommer, noch einmal hoch im Kurs in der Advents- und Weihnachtszeit. Die Vorfreude auf das Weihnachtsfest lässt Familien wieder näher zusammenrücken. Verliebte Herzen schlagen höher, Singles hoffen auf eine neue Liebe. Ein Fest in romantischer Stimmung zu zweit unterm Weihnachtsbaum.
 
Frohen Mutes dem Ende und der Neugeburt entgegen
 
Wir gehen in schnellen Schritten dem Ende des Jahres entgegen. Und nicht selten begleitet den einen oder anderen etwas Wehmut. Ist schon wieder ein weiteres Jahr ins Land gegangen, in dem ich meine Ziele nicht erreicht habe, meine Träume nicht verwirklichen konnte? Nicht die Liebe meines Lebens gefunden, wieder um ein Jahr älter werde. Einen alten Konflikt nicht bereinigen konnte und es erneut nicht angegangen bin, mit einer unguten Gewohnheit zu brechen. Wird mir im nächsten Jahr gelingen, was ich in diesem nicht geschafft habe? Und plötzlich wird klar, wir haben nicht mehr alle Zeit dieser Welt zur Verfügung. Das ist der Moment, in dem die Vorsätze fürs neue Jahr entstehen. Wir geben uns und den anderen eine weitere Chance und hoffen somit auf ein „gutes“ neues Jahr. Doch bevor es an die Ernsthaftigkeit der Umsetzung geht, feiern wir noch das für die meisten Menschen schönste Fest im Jahreskreis.
 
Es wird gebacken, gesungen und dekoriert. Wir sehen in strahlende Kindeaugen, halten nach Geschenken für unsere Lieblingsmenschen Ausschau und überlegen uns Überraschungen. Wir scheuen keine Mühen, um ihre Gemüter zu erheben. Harmonie und Freude in der Familie machen uns glückselig. Nur allzu gerne lassen wir all das Ungemach, welches das Jahr mit sich brachte, hinter uns. Und das ist gut so. Der Mensch braucht diese Augenblicke der Entlastung. Zeiten, in denen wir uns auf das Gute, Schöne und Edle besinnen.
 
Die Liebe allein ist es – unser aller Heil und Segen
 
Die hektische Betriebsamkeit in dieser Zeit sagt nicht jedem zu und gelegentlich ist zu vernehmen, „ach, wenn doch nur dieses Weihnachten schon wieder rum wäre“. Schade eigentlich. Hier sollte nicht weggesehen werden, denn genau da braucht es menschliche Nähe, Liebe und Zuwendung. Halten wir die Nächstenliebe hoch, und kümmern uns in der besinnlichen Zeit um jene besonders, die vielleicht etwas griesgrämig daherkommen und wenig einladend wirken. Genau jene sollten wir an unseren gedeckten Tisch in der warmen Stube einladen, die festlichen Freuden mit uns zu teilen.
 
In diesem Sinne wünsche ich allen eine besinnliche Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest
 
Ihre
 
Sabine Marina Schröder
 

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