Mentalcoaching Sabine Schröder

Wünsche – fast alles zum Thema Wünsche | Teil II

Vom inneren Wunsch zur gelebten Wirklichkeit

Nachdem der erste Teil dieser Reihe die psychologischen und inneren Dynamiken des Wünschens beleuchtet hat, richtet sich der Blick nun nach vorn. Dieser zweite Teil widmet sich der Frage, wie Wünsche Schritt für Schritt in Bewegung kommen – ohne Druck, aber mit Klarheit, Struktur und innerer Verbindlichkeit.

1. Erwecke einen Wunsch

Am Anfang steht der Wunsch. Doch er ist mehr als ein flüchtiger Gedanke oder ein Tagtraum. Ein echter Wunsch berührt uns tief im Inneren. Er entsteht dort, wo Sehnsucht auf Vorstellungskraft trifft. Frag dich also: Was will ich wirklich? Was zieht mich an? Und vor allem: Was lässt mein Herz höher schlagen?

2. Erkläre den Wunsch zu deinem Ziel

Ein Wunsch ist kein Ziel. Noch nicht. Erst wenn du ihm einen Rahmen gibst, ihn konkret formulierst und dich aktiv zu ihm bekennst, wird er zu einem Ziel. „Ich wünsche mir“ wird zu „Ich will, dass ...“. Und daraus wird: „Ich plane, dass ...“. Das ist der Beginn deiner aktiven Schöpferkraft.

3. Plane den Weg zu deinem Ziel

Der Wunsch allein bringt dich nicht ans Ziel. Doch ein Plan schon. Nimm dir Zeit, die Schritte zu entwerfen. Visualisiere die Reise dorthin.

3.1 Erschaffe einen Leitstern (Motivation)

Was ist dein Warum? Dein tiefer Beweggrund? Finde ein inneres Bild, das dich durch schwere Phasen trägt. Dein Leitstern erinnert dich daran, wofür du losgehst.

3.2 Teile den Weg in Etappen

Kein Ziel wird an einem Tag erreicht. Deshalb: Zerlege dein Vorhaben in Etappenziele. Kleine Erfolge erzeugen Momentum und motivieren.

3.3 Plane Wochen- und Tagesziele

Konkretisiere deine Etappen auf Wochen- und Tagesebene. Plane wie ein Profi. Mach dir To-dos, Zeitraster, Pausen. Struktur schafft Klarheit.

4. Feiere das Erreichen der Etappenziele

Nicht nur das Ziel verdient Applaus. Auch jeder Zwischenstopp ist ein Triumph. Belohne dich für das Durchhalten. Das macht deinen Weg nachhaltig.

Das Feiern ist mehr als „nett“. Es ist Rückmeldung an dein inneres System: Ich komme voran. Gerade bei längeren Prozessen stabilisiert diese Anerkennung Motivation und Selbstvertrauen – und sie schützt davor, nur noch auf das zu schauen, was noch fehlt.

5. Wenn es schwierig wird, plane in Stunden

Große Ziele machen Angst. In schwierigen Zeiten hilft ein Mikrofokus: Plane nur den nächsten Schritt, die nächsten zwei Stunden. So kommst du wieder in Bewegung.

Der Effekt ist schlicht: Wenn der Kopf zu viel Zukunft auf einmal tragen soll, geht Energie verloren. Ein kleiner Zeithorizont beruhigt – und macht Handlung wieder möglich.

6. Belohne dich fürs Durchhalten

Auch ohne Etappenziel darfst du dich feiern. Für Disziplin, Mut, Dranbleiben. Wer belohnt, verstärkt. Und das steigert deine innere Motivation.

Wichtig ist, dass Belohnung nicht zur Flucht wird, sondern zur Markierung: Ich sehe mich. Manchmal reicht dafür etwas Kleines – bewusst, stimmig, wiederholbar.

7. Lass dich unterstützen

Wünsche werden schneller wahr, wenn du nicht allein gehst.

Unterstützung bedeutet nicht, dass du weniger stark bist. Sie bedeutet, dass du Resonanz zulässt – und damit Verbindlichkeit. Gerade bei großen Gefühlen und langen Wegen ist das oft der Unterschied zwischen einem inneren Traum und einem gelebten Prozess.

7.1 Von Personen

Vertraute, Mentor:innen, Weggefährt:innen. Menschen, die dir Mut machen, Impulse geben, dich erinnern. Manchmal genügt ein regelmäßiger kurzer Check-in – nicht um Druck zu erzeugen, sondern um dich an deine Richtung zu erinnern.

7.2 Rituale entbinden nicht von Fleiß und Disziplin

Sie helfen dir, dranzubleiben. Doch ohne Tun bleibt jeder Wunsch ein Traum. Rituale sind Verstärker – sie bündeln Aufmerksamkeit und Energie, aber sie ersetzen nicht den Schritt, der wirklich gegangen werden muss.

8. Rituale, die unterstützen können

Egal ob Morgenroutine, Visualisierung oder Abendreflexion – Rituale bringen Struktur, Fokus und Energie in deinen Alltag.

Beispiele können ganz schlicht sein: ein Glas Wasser bewusst trinken, drei Minuten Atemruhe, ein Satz im Journal, eine Minute Leitstern-Visualisierung, ein kurzer Abendrückblick. Entscheidend ist nicht die Länge, sondern die Wiederholung – und dass das Ritual zu deinem Leben passt.

Morgenmeditation anhören

9. Tools und 10 Tipps, die wirklich funktionieren

  • Visionboard erstellen
  • Wunsch in ein Zieljournal schreiben
  • Wünsche mit einem Datum versehen
  • Wunscherfüllungs-Meditation
  • Tagebuch mit Erfolgsnachweisen
  • Accountability-Partner suchen
  • Apps zur Zielverfolgung nutzen
  • Visualisierung üben
  • Affirmationen formulieren
  • Klarheit durch Minimalismus schaffen

10. Hilfsmittel zur Durchführung von Ritualen

Kerze, Musik, Räucherwerk, Notizbuch, Timer, Erinnerungszettel, Orakelkarten – was dich unterstützt, ist erlaubt. Hilfsmittel sind keine Magie, aber sie sind starke Anker: Sie markieren Übergänge, bündeln Aufmerksamkeit und erinnern dich an deine Richtung.

Konkrete Beispiele: ein schlichtes A5-Journal als „Wunschbuch“, ein Küchen-Timer oder Handy-Timer für zwei Minuten Atemfokus, eine feste Playlist für Visualisierung, kleine Post-its als Erinnerung an deinen Leitstern, eine Kerze als Startsignal für dein Morgenritual.

11. Teile deinen Erfolg mit anderen

Wahre Erfüllung entsteht, wenn du teilst, was du erreicht hast. Inspiriere andere, sei Vorbild, erzähle deine Geschichte.

Das Teilen wirkt auf mehreren Ebenen: Es macht dich innerlich verbindlicher, es setzt Impulse im Außen – und es erzeugt Verknüpfungen. Geschichten wandern, werden erinnert, weitergetragen, lösen Gedanken aus, öffnen Türen. Wenn man es poetisch sagen will, entstehen Informationsketten im „Äther“ – und diese Ketten wirken wie kosmische Synapsen: Sie verbinden Menschen, Momente und Möglichkeiten, oft viel später, oft überraschend stimmig.


Fazit: Wünsche sind der Anfang. Klarheit ist der Schlüssel. Planung ist der Weg. Und dein Tun macht alles möglich. Wenn du Teil 1 verinnerlicht hast, dann ist Teil 2 dein Arbeitsbuch. Fang heute an.

Hinweis: Dieser Artikel ist Teil einer zweiteiligen Serie. Teil 1 beleuchtet die Psychologie des Wünschens und die verborgenen Dynamiken dahinter.

❝ Der beste Weg, einen Wunsch wahr werden zu lassen, ist, ihn Schritt für Schritt umzusetzen. ❞

Die Umsetzung – praktische Anleitung Schritt für Schritt

Wenn du möchtest, nutze die folgenden Abschnitte wie ein ruhiges Arbeitsbuch. Du musst nicht alles auf einmal umsetzen. Entscheidend ist, dass du beginnst – stimmig, realistisch und in deinem Tempo.

1. Erwecke einen Wunsch — tiefer als ein Gedanke

Ein echter Wunsch entsteht, wenn Sehnsucht auf Vorstellungskraft trifft. Er hat Gewicht, ein Gefühl und ein inneres Bild.

Praktische Übung — 5-Minuten-Gefühlstest

  1. Setz dich bequem, atme dreimal tief ein/aus.
  2. Stell dir vor, dein Wunsch wäre erfüllt — welche zwei Gefühle tauchen auf?
  3. Notiere ein Bild, das diese Gefühle symbolisiert.

Warum das hilft: Emotionen geben Energie und Durchhaltevermögen. Ein emotional geladener Wunsch hat bessere Chancen umgesetzt zu werden.

2. Erkläre den Wunsch zu deinem Ziel

Ein Wunsch wird zum Ziel, wenn er konkret, messbar und terminiert ist. Nutze die SMART-Formel.

  • Spezifisch – Was genau willst du?
  • Messbar – Woran erkennst du Erfolg?
  • Attraktiv – Warum ist es dir wichtig?
  • Realistisch – Was ist möglich?
  • Terminiert – Bis wann?

Vorlage: „Ich will [konkret], gemessen an [Messkriterium], bis [Datum], weil [Mein Warum].“

3. Plane den Weg zu deinem Ziel

Der Wunsch allein reicht nicht — ein Plan bringt dich voran. Plane Leitstern, Etappen und Wochen-/Tagesziele.

3.1 Erschaffe einen Leitstern (Motivation)

Formuliere ein kurzes emotionales Bild oder Mantra, das dich durch schwierige Phasen trägt. Nutze es täglich 1–2 Minuten zur Visualisierung.

3.2 Teile den Weg in Etappen

Zerlege das Ziel in 3–6 Meilensteine. Jeder Meilenstein hat ein klares Ergebnis und ein zugehöriges Zeitfenster.

3.3 Plane Wochen- und Tagesziele

Arbeite rückwärts vom Enddatum: Wochenziele → Tagesziele. Nutze Zeitblöcke (z. B. 90 Minuten Fokus).

Tipp: Schreibe jeden Sonntag 3 Wochenziele und plane jeden Abend 1 Hauptpunkt für den nächsten Tag.

4. Feiere das Erreichen der Etappenziele

Kleine Siege stärken das Belohnungssystem. Plane Belohnungen, die wirklich Freude machen — und sichtbar sind.

  • Täglich: 10 Minuten Pause mit Lieblingsmusik.
  • Wöchentlich: Lieblingskaffee oder ein kurzer Spaziergang.
  • Monatlich: Kinoabend oder ein kleines Geschenk an dich.

Tipp: Dokumentiere Erfolge (z. B. im Erfolgsjournal) — so bleibt Motivation sichtbar.

5. Wenn es schwierig wird, plane in Stunden (Mikrofokus)

Große Ziele erzeugen Angst. Arbeite in kleinen Zeiteinheiten: 60–120 Minuten mit klaren Unteraufgaben.

Zwei-Stunden-Plan (Vorlage)

Ziel (2 Std): ______________________
Aufgabe 1 (30–45min): ______________
Aufgabe 2 (30–45min): ______________
Aufgabe 3 (15–30min): ______________
Check & Notizen (10min): ____________
Belohnung: ________________________

Nutze diesen Plan, um wieder in Bewegung zu kommen — kleine Fortschritte summieren sich.

6. Belohne dich fürs Durchhalten

Verstärke erwünschtes Verhalten durch regelmäßige, passende Belohnungen — das schafft Langzeitmotivation.

  • Täglich: Minibelohnung (z. B. 10 Minuten Lieblingsbeschäftigung).
  • Wöchentlich: Größere Belohnung (Freizeitaktivität).
  • Monatlich: Größere Anerkennung (Kleines Geschenk oder Ausflug).

Tipp: Schreibe Belohnungen in deinen Wochenplan — so werden sie verbindlich.

7. Lass dich unterstützen — Personen und Systeme

Wünsche werden schneller real, wenn du Unterstützung suchst — persönlich und technisch.

7.1 Von Personen

Mentor:innen, Freund:innen, Accountability-Partner: Sei konkret in deiner Anfrage (z. B. 30 min Feedback pro Woche).

7.2 Rituale ersetzen nicht das Tun

Rituale sind Verstärker — sie helfen dir dranzubleiben, ersetzen aber nicht die konkrete Arbeit.

8. Rituale, die unterstützen können — konkret & umsetzbar

Morgenritual (10–15 Min)

  1. 2 Minuten Atemübung (z.B. 4–6–8 Atemzüge).
  2. 2 Minuten Dankbarkeit: zwei Dinge notieren.
  3. 3–5 Minuten Visualisierung deines Leitsterns.
  4. 1 Minute Intention: Hauptaufgabe für den Tag.

Abendritual (10 Min)

  1. 3 Minuten Rückblick: 1–3 Erfolge notieren.
  2. 3 Minuten Planung: Hauptaufgabe für morgen.
  3. 2 Minuten Loslassen: bewusstes Ausatmen.

Wöchentliches Ritual (30–45 Min)

Sonntags: Wochenreview (3 Erfolge, 1 Lernmoment), Wochenziele setzen, Leitstern visualisieren (2 Min).

Morgenmeditation anhören

9. Tools und 10 Tipps, die wirklich funktionieren

  1. Visionboard erstellen (Canva / physisch).
  2. Wunsch in ein Zieljournal schreiben.
  3. Wünsche mit einem Datum versehen.
  4. Wunscherfüllungs-Meditation (abends, 5–10 Min).
  5. Tagebuch mit Erfolgsnachweisen führen.
  6. Accountability-Partner suchen (wöchentliches Check-in).
  7. Apps zur Zielverfolgung nutzen (Habit-Tracker, Pomodoro).
  8. Visualisierung täglich üben (5–10 Min).
  9. Affirmationen konkret formulieren.
  10. Klarheit durch Minimalismus: Fokus auf 1–2 Projekte.

10. Hilfsmittel zur Durchführung von Ritualen

  • Kerze (fokussierendes Element)
  • Playlist / Fokussongs
  • Notizbuch und Stift
  • Timer / Pomodoro-App
  • Erinnerungszettel / Post-its
  • Optional: Orakelkarten als Reflexionswerkzeug

11. Teile deinen Erfolg mit anderen

Sichtbarkeit stärkt Verantwortlichkeit und inspiriert andere. Teile kleine Siege und Lernerfahrungen.

Posting-Mini-Struktur (kopierbar)

Kontext: Worum ging’s?
Handlung: Was habe ich konkret getan?
Ergebnis: Was ist jetzt anders?
Call-to-action: Frage an die Community

Vorlagen (kopierbar)

SMART-Formulierung: Ich will [konkret], gemessen an [Messkriterium], bis [Datum], weil [Warum].
2-Stunden-Plan: siehe Template im Abschnitt Mikrofokus.
Wöchentliches Review: 3 Erfolge / 1 Lernmoment / Priorität.

❝ Der beste Weg, einen Wunsch wahr werden zu lassen, ist, ihn Schritt für Schritt umzusetzen. ❞

Wenn du möchtest, nimm dir heute nur einen Punkt heraus – einen einzigen. Nicht mehr. Ein kleiner Schritt, sauber gegangen, verändert oft mehr als ein perfekter Plan, der liegen bleibt.

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