Mentalcoaching Sabine Schröder

Gefühlschaos | Tipps und Hilfe

– ein Durcheinander der Gefühle

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1. Definition und Symptome

Sind erst einmal alle Gefühle abgespalten, weil sie zu schmerzhaft sind, tritt eine Gefühllosigkeit ein, die sich in der Fachsprache Alexithmie nennt. Gefühle wie Freude, Liebe, Lust, Mut oder Hoffnung werden dann nicht mehr verspürt. Ebenso negative Gefühle, wie Angst, Hass, Wut oder Trauer. 

2. Ursachen für Gefühlschaos 

2.2 Die Ursachen für diesen Ausnahmezustand sind vielfältig.

Oft gibt es einen unmittelbaren Zusammenhang mit konkreten Ereignissen aus jüngster Vergangenheit oder mit Bezug zur einer aktuell ungünstigen Lebenssituation. Aber auch außergewöhnlich positive Ereignisse, auf die wir nicht im mindesten vorbereitet waren, können Gefühlschaos auslösen. Beispielsweise eine Geburt, der Jackpot in der Lotterie, heftiges verliebt sein. 

2.3 Gefühlschaos - negative Gefühle 

Ein gruseliger Gefühlscocktail, bestehend aus nicht näher erklärbaren (irrationalen) Ängsten, konkreter Verlustangst, Zukunftsangst und Versagensangst, steht meist schon zum Frühstück bereit, sobald nach einer unruhigen Nacht mit wenig Schlaf, das Bewusstsein den wachen Raum betritt. Ein rechtzeitiges Gegensteuern verhindert das Entstehen sozialer Phobien, die in einem schleichenden Prozess oft als weitere Belastung dazu kommen, wenn die Gefühle nicht „geklärt“ werden. 

2.3.1 Veränderte Gefühle 

Da gibt es etwa die Taubheit der Gefühle nach einer unerwarteten Trennung. Medikamente können unsere Gefühle verändern oder auf ein Minimum reduzieren. Fremdgehen, das eigene oder das des Partners, kein Gefühlschaos auslösen. Eine Veränderung in der Beziehung lässt oft Zweifel an den Gefühlen aufkommen und endet nicht selten in der völligen Orientierungslosigkeit.  

2.4 Gefühlschaos -  positive Gefühle 

Außergewöhnliches Glück kickt uns ebenfalls eine Zeit lang aus der Spur.Frisch verliebt sein, löst einen Wirbelsturm von Glücksgefühlen aus. Auch     dieser Zustand kann sich chaotisch anfühlen. Ein plötzlicher Geld Segen wie etwa ein Lottogewinn oder eine üppige Erbschaft können die Gefühlswelt kurzfristig durcheinanderbringen. Ein Karrieresprung. Quasi über Nacht bekannt und reich. Wer damit nicht umgehen kann oder keine qualifizierte Unterstützung an der Seite hat, kommt schnell in die Gefahr, die Orientierung zu verlieren und den guten Weg zu verlassen. 

3. Tipps zum Umgang mit der Situation 

Wir müssen also einen neu angepassten Umgang mit der jeweiligen Situation finden, der uns wieder in ruhigen Bahnen den Alltag bewältigen lässt. Erst wenn die Gefühle einzeln beleuchtet, sortiert und neu zugeordnet sind, haben wir wieder einen geklärten Raum, in dem Lebensfreude entstehen kann.   

4. Warum das Bauchgefühl so wichtig ist 

Wenn das Bauchgefühl dich im Stich lässt, ist es höchste Zeit, im emotionalen Bereich aufzuräumen. Um wieder eine klarere Wahrnehmung zu dir selbst zu bekommen, muss Stück für Stück abgetragen werden, was sich über lange Zeit über diesem Gefühl angesammelt hat. 

4.1 Gefühle - Navigationssystem der Seele 

Gefühle sind das Navigationssystem, das durch unsere Seelenlandschaft führt. Einem unguten Gefühl sollte dringend Aufmerksamkeit geschenkt werden. Start uns vor Handlungen, mit denen wir uns oft auf lange Sicht Schaden zufügen. Etwa wenn wir langfristig bindende Verpflichtungen eingehen, denen wir aus den falschen Beweggründen heraus zu gestimmt haben. Was nur unter Umgehung des Navigationssystems möglich war, welches uns eine sichere Route gezeigt und vor dem falschen Weg gewarnt hat.  Vielleicht haben wir uns einen schicken Sportwagen auf Pump gekauft, an dem wir nicht lange Freude haben, weil wir uns sonst kaum noch etwas leisten können. Selbstverständlich könnte man diesen Luxus-Artikel auch wieder loswerden, um den Kredit vorzeitig abzulösen, was in der Regel ärgerlich ist und mit einem finanziellen Verlust einher geht. Zuzugeben, dass das Ganze eine Fehlinvestition war, ist meist keine Option für Denjenigen, der sich damit unglücklich gemacht hat. Das liegt in der Tatsache, dass die Anschaffung den Sinn hatte, vermeintliche Freunde zu beeindrucken. 

4.2 Von guten und schlechten Gefühlen 

Dabei macht wie immer die Dosis das Gift. Es ist in keiner Weise verwerflich und unserem natürlichen Bedürfnis nach Lob und Anerkennung geschuldet, sich hier und da mit Luxus zu versorgen. Luxus kann, muss nicht teuer sein. Die Definition von Luxus hat sich gewandelt. Galt früher alles Materielle, dass über das notwendige hinaus ging, als Verschwendung und wurde damit zum Luxus erklärt, zählen heute auch nicht materielle Werte wie z.B. Zeit, gesunder Lebensstil etc. dazu.  Ein neues Kleid, ein ausgefallenes Accessoire, eine neue Deko für die Wohnung oder eine besonders gesunde Gewohnheit wie z. B. die Reduktion von Arbeitszeit. Wer heute seine Work-Life-Balance gut hinbekommt, wird um diesen „Luxus“ gerne beneidet, auch wenn es unter Umständen mit einer Gehaltskürzung einhergeht. Bewunderung ist ein schönes und legitimes Gefühl. Lässt sich das erhebende Gefühl im Rahmen der eigenen Möglichkeiten herstellen, ist es optimal für die seelische Gesundheit. Das allerwichtigste dabei ist jedoch, dass dich vor allen anderen glücklich macht, was du dir gegönnt hast. 

5. Schädliche Beziehungen 

Wer hat sich nicht schon mindestens einmal gegen das innere Wissen entschieden und allen Unkenrufen zum Trotz, mit für ihn falschen Menschen eingelassen. Aus Gruppenzwang, oder einfach, weil man es allen einmal zeigen wollte, dass es doch funktioniert. Natürlich geht das nicht auf Dauer gut. Vielleicht bis du in einer toxischen Beziehung gelandet, obwohl das Bauchgefühl unentwegt gerufen, gekniffen und gerüttelt hat, Freunde und Familie mit rücksichtsvollen Formulierungen abgeraten haben. Nichts hat es genützt. Sehenden Auges voll in die Katastrophe, das Sprungbrett in die persönliche Krise. 

6. Emotionen  

Befindet sich deine Gefühlswelt im Chaos, geht emotional erst einmal gar nichts mehr. Das bedeutet im Alltag konkret, dass relevante Entscheidungen nicht mehr möglich sind. Die Fähigkeit, Entscheidungen „aus dem Bauch heraus“ zu treffen, die sich im Nachhinein immer als richtig erwiesen haben, ist scheinbar nicht mehr vorhanden. Den Zugriff auf das innere Wissen verloren zu haben löst Ängste in uns aus.  Aus Angst heraus Gefühle aus dem Bewusstsein und dem Bauch zu drängen, lässt uns zuerst stumpf und früher oder später krank werden. Zugunsten einer trügerischen Sicherheit muss um jeden Preis der Ball flach gehalten werden. Die emotionale Reaktion auf äußere Einflüsse fällt flach aus, ebenso wie das flache Atmen, bis hin zur Atemnot als unangenehme Begleiterscheinung. Echte Freude kann nicht mehr empfunden werden. Angriffe auf die Persönlichkeit, auf die das Werte-Radarsystem früher längst angeschlagen hätte, werden kleingeredet oder ignoriert. Das Ergebnis sind viele kleine und größere seelische Verletzungen, die als solche nicht mehr wahrgenommen werden.  Rührt sich ein ungutes Gefühl, wird es sofort „bearbeitet“. Es wird weggeatmet und wegmeditiert, was das Zug hält. Reicht das nicht, kommt die Sporteinheit zum Einsatz. In härteren Fällen je nach Veranlagung und Neigung sind auch Alkohol, Tabletten und Drogen das Mittel der Wahl, um seelischen Schmerzen kurzfristig zu entfliehen. Alles eine Frage der Zeit, bis es zum Crash kommt – oft Jahrzehnte. Die emotionale Fähigkeit, unmittelbar auf Einflüsse zu reagieren,  ist nicht für immer verschwunden, sondern durch viele „Deckmäntelchen“, zugehangen. Darunter sammeln sich ungelöste Konflikte zu einem gefährlich explosiven Konglomerat an. Diese Art der Lagerhaltung kostet darüber hinaus enorm viel Energie im Alltag. Deshalb gilt es nun, die Deckmäntelchen zu lüften. Damit beginnt ein spannender und meist emotionalen anstrengender Prozess. Aus der Krise heißt mitten durch. Es ist der einzige Weg aus dem Chaos. Die Deckmäntelchen bestehen aus Verdrängungsmechanismen, destruktiven Mustern, diversen schleichend entstandenen Verhaltensmustern, die im Laufe der Zeit sukzessive zur Handlung aufrufende Gefühle und damit die Stimme der Seele zum Schweigen zu bringen. Sobald die Seele nicht mehr schwingt, nicht mehr kommuniziert, ist eine latente Taubheit wahrzunehmen. 

7. Verdrängte Gefühle  

Verdrängte Gefühle sind zur Handlung aufrufende Gefühle.

Damit ist Folgendes gemeint: Geht es mir mit einer Situation nicht gut, d. h., habe ich ein schlechtes Gefühl bei der Sache, fordert mich das Gefühl auf, etwas dagegen zu tun. Entweder kann ich durch Aktivität meine Position verbessern oder die belastende Situation verlassen. Die Aktion sollte so gewählt werden, dass ich mich anschließend besser fühle. Das gelingt oft nicht im ersten Anlauf. An dieser Stelle greift ein Coaching, indem mit unterschiedlichen Tools die Aktivierung der Handlungsfähigkeit wiederhergestellt wird. Das führt neben zunehmender Klarheit im Laufe der Zeit zu dem anvisierten Ziel, das Bauchgefühl wieder zu spüren und im Alltag auf natürliche Weise bei der Entscheidungsfindung wieder sicher einzusetzen. 

8. Effektive Tools & unmittelbare Hilfe

8.1 Mentales Training

  • Einflussnahme auf die Struktur der Gedanken (ausschließlich den eigenen) über den Tag/Stunde
  • Anheben der Grundstimmung durch positive Affirmation (individuell erstellt)

8.2  Aufbau mentale Fitness

  •  physische Aktivitäten (Licht/Luft/Bewegung) zur Kraftaufnahme

8.3 Meditation

  • Fokussierung auf sich selbst 
  • Ruhe und innere Mitte 

8.3 Systemische Aufstellung        

  • Familie, Freundeskreis, Arbeitsumfeld   
  • Aufstellung – Begutachtung
  • Änderung der Positionierung
  • Gegenüberstellung der Felder – Vorher/Nachher

9. Ein Gespräch bringt Erste Hilfe in der akuten Situation

Um gelegentlich auftretenden Tiefpunkten schnell und effektiv entgegenzuwirken, empfiehlt sich ein Gespräch mit einer neutralen Person. Mit einem Psychologen oder einem erfahrenen Coach, die über psychodynamisch wirksame Gespräche erste Hilfe leisten können. Im Anschluss mit geeigneten Mitteln (siehe oben) nachhaltig die Fahrt auf der Abwärtsspirale stoppen und mit sicherer Hand wieder nach oben in eine neutrale und bessere Ausgangsposition bringen können. Es empfiehlt sich daher, direkt dranzubleiben, um den positiv in Gang gebrachten Prozess nicht zu unterbrechen. Jeder noch so kleine Erfolg sollte zur weiteren Motivation genutzt werden. Ohne Unterstützung ist das oft nicht umsetzbar. 

10. Psychodynamisch wirksame Gespräche und was sie bringen       

Durch Gespräche, die dir psychologisch wirksame Inhalte vermitteln, kommst du zu Erkenntnissen, aus denen heraus sich deine Gefühle zu bestimmten Situationen oder Menschen ändern. Du wirst im Laufe des Veränderungsprozesses in der Lage sein, in kritischen Gefühlslagen das Ruder rechtzeitig in die Hand zu nehmen und einem drohenden Chaos wirkungsvoll entgegenzusteuern.  

Glaub an Dich! Glaub an den Prozess! 

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